Kunsthaus Baselland, Ausstellung 'Meubler la solitude'

Garten der Arten, 2011Kunsthaus Baselland, Ausstellung 'Meubler la solitude'

Eine Zusammenarbeit mit Max Philipp Schmid  
2 - Kanal Diaschau mit Ton, Loop ca. 17 Minuten   
Sprecher: Gerd Hiepler, Textfragmente: John Berger, Lucius Burckhardt, John Prest, Max Hauskeller
    
Während den letzen zehn Jahren sammelten wir auf unseren Reisen künstliche Naturerscheinungen aller Art. Wir fotografierten in Zoos, Botanischen Gärten und auf der Strasse in unterschiedlichsten Städten. Während die Fotos versetzt projeziert werden, hört man Textfragmente über Natur, Kunst und den biblischen Schöpfungsmythos, sowie eine Aufzählung botanischer Pflanzennamen. Die Textfragmente entstammen vorwiegend zwei Aufsätzen; „Warum sehen wir Tiere an?“ von John Berger und „Garten der Arten“ von Lucius Burckhardt. Während Lucius Burckhardt über den Botanischen Garten als eine Rekonstruktion des Gartens Eden nachdenkt, handelt John Bergers Aufsatz vom Verschwinden der Natur aus unserer Lebensrealität und deren Ersatz durch Stellvertreterobjekte. Man hört die Schritte des Sprechers während er die Texte liest und zwischendurch die Pflanzen mit ihren Namen aufzählt. Die undefinierten Tierstimmen und Vogelgezwitscher im Hintergrund muten seltsam künstlich an. Der Sprecher fragt: „Gibt es zwei Schöpfungen oder gab es zwei Adame?“ während mehr und mehr der Eindruck entsteht, er spaziere durch eine zweite, leicht verzweifelte und gescheiterte, von Menschen gemachte Parallelschöpfung.